Angst entfacht Vivisektion

Sie nutzen die Angst der Menschen, um ihren persönlichen Kampf zur Verteidigung von Tierversuchen weiterzuführen. Sie schimpfen auf diejenigen, die für die Abschaffung von Tierversuche sind, damit die medizinische Forschung modernisiert wird. Sie sind die Vivisektoren, die in Versuchslaboren Tiere täglich benutzen – und töten.

Mit lauter Stimme, verlangen sie die “Freiheit“, mit Tieren herumzuexperimentieren, wie und wann sie wollen (so wie sie das auch jetzt tun, und auch in Vergangenheit), mit nicht allzu verschleierter emotionaler Manipulation: “Wollen Sie das Heilmittel für das Coronavirus? Dann lassen sie uns frei nach unserem Willen Tierversuche durchführen”.

Immer noch die veraltete
Forschungsgleichung = Tierversuche

Keine Tierversuche, keine Forschung, keine Medizin, keine Hoffnung, das Coronavirus zu besiegen. Das wollen sie uns glaubwürdig machen, und es ist beschämend, dass sie diese Notsituation voller Angst und Unsicherheit nutzen, um unbegründete Glaubensansichten zu verbreiten, um das eigene Interessen zu schützen. Die alte Gleichung “Wer gegen Tierversuche ist, ist auch gegen Forschung und Wissenschaft” ist nun überholt. Immer mehr Wissenschaftler besagen etwas anderes, nämlich dass Fortschritte im Bereich der Medizin, darauf basieren, auf lange und kostspielige Tierversuche zu verzichten, die zudem irreführend sind.

Warum scheitern Tierversuche?

Was hat Dr. John Pippin, Arzt, Kardiologe, Experte für tierfreie wissenschaftliche Forschungsmethoden, zu sagen?

Dr. Pippin sieht die Schuld in der fehlerhaften Forschungsarbeit der früheren Coronaviren des 21. Jahrhunderts, nämlich SARS-CoV-1 und MERS: In beiden Fällen scheiterten Tierversuche. Die gleichen Probleme gelten für das neue Coronavirus. Dr. Pippin erläutert: “Viele Tiere, die im Versuchslaboren verwendet werden, sind für das Virus nicht anfällig, andere heilen ohne Konsequenzen, andere zeigen keine Symptome, oder zeigen ganz andere Symptome als Menschen. Die Resultate von Mitteln, die bei einer Rasse erzielt werden, können nicht auf den Menschen übertragen werden, und das gilt auch für Impfstoffe. Darüber weisen die Menschen, die am meisten betroffen sind, auch andere Risikofaktoren auf, die bei Labortieren nicht reproduziert werden können.”.

Tierversuche sind nicht nur nutzlos, sie nehmen auch die Ressourcen für effektive Forschung. Insbesondere verhindert die Hartnäckigkeit vieler Forscher bei der Verteidigung von Tierversuchen die Entwicklung moderner Forschung.

Mangelnde Investitionen
für eine effizientere Forschung

Dr. Pippin erläutert: “Es wurden keine bedeutsamen Investitionen in die Entwicklung von Forschungsmethoden vorgenommen, deren Ergebnisse hätten auf den Menschen übertragen werden können. Das gilt für den Bereich ungewöhnlicher und vorübergehender Infektionskrankheiten, so dass es jetzt nichts gibt, was für Patienten und alle anderen Risikogruppen verwendbar ist.”

Es gibt weltweit Institute (im In- und Ausland), die sich mit tierfreien Methoden für die Entwicklung und Erprobung von Medikamenten und Impfstoffen befassen. Diese Agenturen organisieren auch Fresh-up-Workshops für Forscher, damit diese für den Menschen relevantere Methoden verbreitet können, anstatt für Mäuse und Ratten. Fortschritte in diesem Bereich würden Wissenschaftlern die Möglichkeit bieten, Behandlungsmethoden zu entwickeln, die für gegenwärtige und künftige Infektionskrankheiten eingesetzt werden könnten.

Tierversuche = Hindernis

Wenn ein Heilmittel gefunden wird, ist das sicherlich nicht den Tierversuchen zu verdanken. Die Hartnäckigkeit dieser Forscher, die diese überholten Methoden nicht aufgeben wollen, bleibt bestehen, da sie sich weigern, sich moderneren und effizienteren Methoden zu widmen. Dieses bedauernswerte Szenario, bringt immer wieder Aussagen von Personen zum Vorschein, die einzig und allein beabsichtigen wollen weiterhin in absoluter Freiheit Methoden anzuwenden, bei denen Tiere getötet werden. Das hilft niemandem, und ist ein grosses Hindernis für den wahren medizinischen Fortschritt.

Werden die Leser/innen verstehen, dass diese Personen nur ihr eigenes Interesse schützen wollen, und nicht das der Gemeinschaft? Oder lassen sie sich irreführen? Das ist schwer zu beurteilen, doch wir werden unser Bestes geben, immer wenn wir die Gelegenheit dazu haben, zu bekräftigen dass der Einsatz von Tieren für die medizinische Forschung sinnlos ist. Genau das zeigen wir auch auf den folgenden Seiten dieser Zeitschrift, indem wir einige der Standpunkte französischer und deutscher Verbände präsentieren, die gegen Tierversuche kämpfen.

Quelle: https://www.agireora.org/vivisezione/coronavirus-vivisezione-3257.html | orizzonti Juni 2020