Schlagwort: Mobilfunk

 

Swiss Mountain Clinic – Strahlenfreie Zone für Mobilfunk-Sensible

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Wir sind hier in der Swiss Mountain Clinic. Die liegt in Castaneda, in Graubünden, nahe der italienischen Grenze. Die Swiss Mountain Clinic ist ein internationales Kompetenzzentrum für Regulations- und Ursachenmedizin. Sie wird geleitet von Ulf Wiechel und seiner Frau Dr. Petra Wiechel. Diese haben aus der Klinik einen möglichst strahlenfreien Ort gemacht. Was sie dazu bewogen hat und welche Maßnahmen sie zur Strahlenreduzierung umgesetzt haben, erfahren Sie in dem nun folgenden Interview mit Ulf und Petra Wiechel.

Interview

Moderator: Ja, vielen Dank, dass wir bei Euch vorbeischauen dürfen und dass Ihr uns ein paar Fragen beantwortet zu Eurem interessanten Projekt. Aber beginnen wir doch von vorn. Vielleicht könnt Ihr uns kurz erklären: Was genau ist die Swiss Mountain Clinic? Welche Vision verfolgt Ihr damit? Was ist Ziel und Sinn der Swiss Mountain Clinic?

Ulf Wiechel: Ja, wenn ich antworten darf, Stephan. Die Swiss Mountain Clinic hat ja an diesem Standort, Al Ronc, Castaneda, eine mittlerweile 33-jährige Tradition, der wir uns verpflichtet fühlen. Und die großartige Adele Duttweiler, die Ehefrau des „Dutti”, der die Migros damals gegründet hat, die Schweizer kennen die Geschichte sicherlich, hat diese Stiftung oder diese Klinik als Gebäude im Jahre 1987 eröffnet, und damals zu Ehren ihres Arztes, der sie mit Hilfe von Naturheilverfahren geheilt hat. Das war praktisch ihr Dankeschön. Und sie hat damals einen Auftrag gegeben, der lautete, dass dem Schweizer Volk immer ein Ort zur Verfügung steht, an dem Naturheilverfahren gelebt und praktiziert werden, in konsequenter Form. Und diesem Auftrag fühlen Petra und ich uns verpflichtet. Wir haben mit der Migros-Stiftung wirtschaftlich nichts mehr zu tun. Wir sind jetzt seit 2011 in der Geschichte dieses Gebäudes der dritte Eigentümer und haben uns, wie gesagt, das zum Ziel gesetzt, die Persönlichkeiten zu ehren, die diesen Ort geschaffen haben. Das ist mal das eine. Das andere ist, dass wir natürlich heute eine andere Zeit haben als damals, und dass wir heute globaler denken. Und deswegen hat sich die Swiss Mountain Clinic zu einem internationalen Zentrum für Regulations- und Ursachenmedizin entwickelt und dem fühlen wir uns verpflichtet, indem wir konsequent die Chancen, die dieser Ort bietet, die Chancen, die die Medizin bietet, die Petra praktisch praktiziert, und auch die Chancen nutzen, die durch das internationale Klientel gegeben sind. Uns erreichen mittlerweile Patienten aus über siebzig Länder. Und die kommen hierher, weil dieser Ort viele, viele Alleinstellungsmerkmale hat. Und die kommen einfach aus der Empfehlung, von Patient zu Patient. Da steckt kein Marketing dahinter, in der Form.

Moderator: Interessant, interessant! Petra, wie bist Du eigentlich auf die Gefahren von Mobilfunk aufmerksam geworden? Und wie siehst Du die Gefahren?

Dr. Petra Wiechel: Wenn man auf der Grundlage arbeitet, dass Krankheit ja kein Zustand ist, sondern Krankheit ist immer ein Prozess, dann bemüht man sich zu verstehen, welche Prozesse es überhaupt braucht, dass sie entstehen. Also, Gesundheit bindet sich an ganz viele Dinge und auch „krank zu werden“. Und wenn man sich auf diesem Weg befindet, dann wird der Blick auf all diese Ursachen nicht unbedingt immer grösser, sondern er wird immer tiefer. Und man hat natürlich seine Sender schon auf alles gerichtet, was noch womöglich als Krankheitsursache in der Richtung wichtig ist. Und das ist eigentlich eine Entwicklung, die uns seit ganz vielen Jahren schon beschäftigt. Wir haben das schon gelebt als 1993 das Handy erst auf dem Markt war. Es gab also kein Handy für die Kinder.

Moderator: Da wart ihr ja richtig früh dabei. Dr. Petra Wiechel: Ja, es gab kein „Mobile“ im Auto, nur mit Außenantenne/Freisprechanlage. Das waren so von der ersten Stunde an ganz konsequente Handlungen, die wir wahrscheinlich damals auch informativ …

Moderator: Intuitiv quasi? Dr. Petra Wiechel: … intuitiv, aber auch wahrscheinlich damals schon erfuhren, dass diese Dinge so nicht gehandhabt … Und dieses Bewusstsein hat sich bis heute durchgesetzt, dass wir gerade, was ein „Mobile“ anbelangt, es wirklich als ein sehr wertvolles Objekt sehen, aber für den Notfall.

Moderator: Für den Notfall, okay. Ja. Gut, kannst Du uns die gesundheitlichen Risiken aus Deiner Sicht mal erklären? Dr. Petra Wiechel: Ja, da muss man auch wieder ein bisschen weiter ansetzten, weil wir ja heute so im Verständnis für Krankheit es sehr – ich weiß gar nicht, ob ich sagen kann – sehr oberflächlich sehen. Das heißt, wir beschäftigen uns mit der symptomatischen Ebene exakt, elektronmikroskopisch genau. Aber, das Leben läuft auf ganz anderen Ebenen ab. Und der Mensch selbst ist ein Objekt größter, 100%iger Selbstregulation. Jetzt ist es so, dass der menschliche Organismus ja umgeben ist von Feldern. Das sind die kosmischen Felder, es gibt elektrische Felder, das sind magnetische Felder, das ist das Magnetfeld. Das sind auch Dinge, die auf uns Biophotonen, das Licht, UV-Licht, in einer ganz großen auch Wertigkeit zu halten sind. Also, das Leben ist ohne all dieses überhaupt nicht möglich. Der Körper steht in einer ständigen Resonanz. Das bedeutet, wenn wir jetzt diese Hochfrequenzstrahlungen nehmen, oder auch diese elektromagnetischen Felder, wie sie nicht nur durch WLAN, aber auch die DECT-Telefone und Computer, alle elektrischen Geräte, das Babyfon und, und, und. Dann ist das eine Summation von Energie, die damit natürlich auch auf unseren Körper wirkt. Und jetzt eine elektromagnetische Strahlung oder diese pulsierenden Hochfrequenzen, da zählt als erstes: „Die Dosis macht das Gift“, wie Paracelsus gesagt hat. Meine Toleranz ist sicher möglich für das ein oder andere, auch in dieser Zeit. Und die Gefährlichkeit liegt allein darin: Wir riechen es nicht, wir hören es nicht, wir merken es nicht. Wir merken es ganz, ganz lange auch nicht. Aber, mit uns macht es was.

Moderator: Es verändert uns.

Dr. Petra Wiechel: Und immer dann, wenn diese Strahlungen uns erreichen – und es ist natürlich schon eine Frage, ob ich mein Mobiltelefon jetzt für einen kurzen Anruf nutze oder für ein längeres Gespräch, ob ich WLAN vierundzwanzig Stunden und, und, und …

Moderator: Oder mit Headset oder ohne.

Dr. Petra Wiechel: Ja, ja! Dann ist es so, dass das in unserem Körper auf zellulärer Ebene einen sehr starken Kalziumeinstrom in die Zelle provoziert. In dem Moment, wenn zu viel Kalzium eindringt, entsteht ein sogenanntes Stickmonoxid, das ist physiologisch. Aber wenn Stickmonoxid zu stark produziert wird, durch den Über-Kalziumeinstrom, dann wird aus dieser Verbindung mit dem Kalzium und dem Stickmonoxid ein Superoxid gebildet. Und dieses Superoxid geht in Verbindung und es entsteht Peroxynitrit. Das messen wir. Wir messen diesen sogenannten nitrosativen Stress. Das heißt, die kleine Zelle, die ist ja wie ein eigener Organismus, davon haben wir 700 Billionen, die steht jetzt in einem riesengroßen Druck des sogenannten nitrosativen und oxidativen Stresses. Weil das Ende ist, dieses Peroxynitrit ist ein richtiges, aggressives freies Radikal.

Moderator: Oh nein!

Dr. Petra Wiechel: Und der Normalverbraucher weiß doch, hohe Antioxidantien jeden Tag, diese freien Radikalen müssen gepuffert werden, weil, das ist mit eine Ursache, dass der Körper degeneriert, dass er schneller älter wird, dass der Zellstoffwechsel und damit der Zellenergiestoffwechsel sich nicht mehr aufrechterhalten kann. Ohne Energie, keine Leistung. Ohne Energie auch kein Leben. Das heißt, in dem Moment, wenn die sogenannten Energiekraftwerke dieser Zelle nicht mehr in der Lage sind, die ausreichende Energie herzustellen – Ich weiß nicht, ob Sie wissen, wie viel von diesen kleinen Kraftwerken wir pro Zelle haben?

Moderator: Weiß ich jetzt nicht, aber kannst Du es mir sagen? Dr. Petra Wiechel: Das sind ungefähr Tausend!

Moderator: Wow, das ist viel. Wie kleine Kraftwerke in den Zellen.

Dr. Petra Wiechel: Genau, aber das sind die Lebenskraftwerke und auf die wirken sie jetzt störend. Und ich habe mich zum Beispiel zwanzig Jahre gefragt: Warum haben wir eigentlich kein Krebs am Herzen? Das Herz hat 4.000 Mitochondrien. Die weibliche Eizelle hat 30.000 Mitochondrien. Also so hat die Natur investiert: Wo stattet sie wen mit einer gewissen Überlebenskapazität aus? Wenn Sie das Sperma nehmen – das Sperma hat doch einen Schwanz, dass ich also so mit Geschwindigkeit dahin komme, wo ich jetzt gebraucht werde – dann sind die Mitochondrien im Sperma hinten im Schwanz.

Moderator: Aha, interessant!

Dr. Petra Wiechel: Wenn sie aber das Handy in der Tasche haben, dann werden diese Mitochondrien zerstört im Sperma und deshalb sind so viele junge Männer infertil (unfruchtbar), weil das natürlich alles nur noch lahme Enten sind und diese passieren diesen Gang überhaupt nicht mehr, zumindest nicht aus eigener Kraft und Dynamik. Aber das sind natürlich dann die Dinge, die wir heute auch hier in der Klinik immer auch messen, ja. Und wo ich einfach sagen muss, erschreckenderweise bei einer Klientel von Menschen, die natürlich heute sagen: „Ich kann mich nicht mehr konzentrieren“, „Mein Schlafen ist ganz schrecklich“, „Ich habe eine MS (Multiple Sklerose) entwickelt…“. Die Menschen sind nicht mehr vierzig – sie sind siebenundzwanzig! Jung! Autoimmun-Erkrankungen! Das sind alles Dinge, die können wir auch labortechnisch – wir können nicht die Strahlung messen, aber wir können die Konsequenzen messen. Das sind wirklich klassische Dinge neben vielen, vielen anderen auch. Das ist dieser oxidative Stress und nitrosative Stress. Das sind aber auch Dinge, die dann ein chronisches – Silent nennt man das – ein stilles Inflammationsgeschehen antriggern.

Moderator: Was heißt das jetzt genau?

Dr. Petra Wiechel: Entzündung, Entzündung! Das heißt, wir können einen hochsensiblen Faktor messen, der uns sagt: Mir geht’s eigentlich gut, aber, der sensible Faktor gibt mir an, es entsteht trotzdem eine chronische Entzündung – ist in dir. Und diese Entzündung ist verantwortlich natürlich auch wieder auf zerstörerischer Ebene. Jede chronische Entzündung macht Zellnarben und es wirkt zerstörerisch. Während eine akute Entzündung natürlich etwas akut auch bearbeitet und sehr sinnvoll ist. Und das wird durch eine Belastung von außen durch diesen Elektrosmog wesentlich getriggert, forciert, angeheizt. Und ich meine, es sind Brandbeschleuniger, die wir heute beobachten, weil die Menschen immer, immer jünger werden; Krankheitsbilder, die wir früher viel später gesehen haben, viel früher Realität werden. Und, wo wir natürlich in der ersten Problematik, diese Dinge auch untersuchungstechnisch in der Hand haben, zu beeinflussen. Das Dritte ist, dass es einen Einfluss hat auf unser vegetatives Nervensystem. Wir werden ja autonom gesteuert. Unser sogenanntes vegetative Nervensystem steuert uns 95 % unbewusst, ja. „Was ich denke, löst in mir eine Reaktion aus.“ Aber mein unbewusstes Nervensystem steuert alle Regulationsprozesse. Und der Körper macht niemals einen Fehler. Der Körper macht das immer so, wie Sie es brauchen. Er dient Ihnen, solange Sie leben. Er würde aber nicht etwas tun, was Sie jetzt schädigt oder schwächt. Der Körper allein tut es nicht. Wenn ich jetzt aber diesen chronischen Belastungen ausgeliefert bin, dann löst diese Belastung eine ständige Attacke auf ihn (den Körper) aus und er antwortet mit der Stresskaskade. Das ist ein Modus, den Sie einschalten, unbewusst. Und in dem Moment geht ihre Regenerationsleistung runter, weil, er kann die Energien jetzt nicht auch dafür noch bereitstellen. Deshalb ist es wichtig, dass man das versteht. Weil Unruhen, Nervosität, Konzentrationsstörungen etc. erwachsen aus diesem Dauermodus, der sich verselbständigt. Man sagt: „Erst mal kommt eine Fehlinformation. Aus der Fehlinformation entsteht langsam eine Fehlregulation, und irgendwann ist es dann eine Fehlfunktion.“- Peng! Und dann merk ich erst: „Hey, was ist mit mir los, warum krieg ich auf einmal so ein Herzrasen?“ und, und, und. Ja, und der vierte Aspekt, der mich auch wirklich sehr, sehr traurig macht und auch belastet ist der: Der Einfluss auf unsere eigene Immunität. Unser Körper macht wirklich niemals einen Fehler. Er stellt seine Immunabwehr, seine Kraft darauf ein, was er tagtäglich für uns korrigieren muss. Wir führen an dieser Klinik Untersuchungen durch am Mikroskop. Wir gucken das Blut an. Wir haben dieses Blut des Patienten. Wir hatten Probanden, eine Zahl X, gesehen. Und wir haben gesehen, dass die roten Blutkörperchen mit einer sehr schönen, großen Aktivität dort …

Moderator: Ganz lebendig!

Dr. Petra Wiechel: … Ja, das sind ja die Sauerstoffträger, die haben eine hohe Dynamik. Die können also wunderbar in die kleinste Kapillare rein und die Zelle versorgen. Die Weißen – das ist die erste Reihe in der Immunabwehr. Die müssen also zuerst zur Verfügung stehen und zwar ausreichend, wenn eine Infektion oder Entzündung da sind. Die klären das, die räumen auf. Man nennt das „Phagozytose“. Die verdauen dann dieses mikrobiotische Material. Und dieses Blut haben wir auch im Mikroskop beobachtet und haben es auch abgenommen über die Vene. Und dann haben wir es eine Stunde in einen Raum gestellt, wo eine WLAN-Bestrahlung ist. Sechzig Minuten. Und dann haben wir von all diesen Probanden das Blut wieder unterm Mikroskop geguckt und haben den andern Teil des Blutes auch zu einem Labor geschickt, das uns jetzt sagen sollte: Was ist los mit den Leukozyten (weiße Blutkörperchen) nach dieser Bestrahlung? Und es war deshalb so interessant, weil, allein schon der mikroskopische Blick hat gezeigt, dass die völlig ihre Flexibilität verloren haben. Die waren also in so einer Starre. Das heißt, jetzt kann auf der einen Seite die Infektion sich auch entsprechend rasant vermehren. Auf der anderen Seite kriegten wir dann wirklich signifikant klinisch ausgewertet, dass fast 90 Prozent dieser eingereichten Proben einem ganz hohen oxidativem Stress unterlagen und damit natürlich in ihrer Funktion sich abgeschaltet haben. Und das ist etwas, wo ich sage: Es ist so verantwortungslos, wie wir damit umgehen. Das ist das Einzigste, was wir jetzt aufpassen müssen: dass wir die Dosierungen so weit wie möglich runternehmen, dass wir so weit wie möglich das Handy abschalten, dass wir… usw. Das heißt: „Es macht was mit uns.“ Wir Mediziner wissen das. Das kann man beweisen, hundertprozentig. Es gibt tausende von Studien. Es gibt unheimlich erschreckende auch – sag ich mal – heute schon zugrunde liegende Studien in der Entwicklung von Augentumoren. Ich muss selber sagen, ich habe noch nie auch so eine starke Entwicklung gerade bei lymphatischen Erkrankungen gesehen – Hals, Lymphknoten …

Moderator: Lymphatisch, was heißt das?

Dr. Petra Wiechel: … Ja, das heißt so: Lymphdrüsenkrebs …

Moderator: Aha, okay.

Dr. Petra Wiechel.: … Das sind alles Erkrankungen, die sind – Hirntumoren, Augentumoren – die sind einfach gewachsen. Und, da denk‘ ich mir, ist es mehr als notwendig, dass wir uns auch heute mit den Ursachen beschäftigen und nicht glauben, dass wir es alles klären mit einer noch besseren Therapie.

Moderator: Ja, okay. Ja danke, danke Petra. Ulf, Ihr habt ja in Eurer Klinik auch viele Maßnahmen getroffen zur Strahlenreduzierung. Welche Maßnahmen sind das genau und was für Maßnahmen plant Ihr noch in der weiteren Zukunft?

Ulf Wiechel.: Ja, wir sind ja seit 1. August 2008 hier und damals gab es ja noch nicht so das Verständnis auch bei der Bevölkerung. Man war froh, dass man ein Handy hatte und man wollte Satellitenempfang haben, UMTS, und man wollte ständig erreichbar sein. Und das ist ja auch nicht nur die hochfrequente Strahlung, es ist auch die niederfrequente Strahlung.

Moderator: Ja, von Leitungen usw.

Ulf Wiechel.: Wir mussten dann hier an dem Ort auch bestimmte Dinge erst mal erarbeiten, erfahren: Was ist hier möglich, was ist hier nicht möglich? Haben dann zum Beispiel in der Küche festgestellt, dass dort noch mit Mikrowellen gearbeitet wurde im Jahre 2008. Das war das Erste, was wir entfernt haben. Das war dann das Einfachste auch, einfach die wegzunehmen. Nicht zu verschenken, weil, man verschenkt ja nicht etwas Schlechtes, etwas Schädigendes. Es ist also entsorgt worden. Dann haben sich die Zeiten ein bisschen geändert. Und wir haben dann die Möglichkeit bekommen, durch die Swisscom ein eigenes Glasfaserkabel zu erhalten.

Moderator: WLAN habt Ihr nie gehabt?

Ulf Wiechel.: WLAN haben wir ganz am Anfang gehabt, also durch unsere Vorbesitzer. Wir haben‘s dann einfach von vornherein entfernt. Und wir haben auch immer die Patienten gebeten, die Mobiles nicht zu nutzen. Und wir haben‘s aber nicht konsequent umgesetzt am Anfang. Ja, so. …

Moderator: Ja?

Ulf Wiechel: … Weil wir eben doch noch kein schnelles Internet hatten. Ja. Es gibt auch Patienten, die länger hier sind, die das auch benötigen. Aber wir sind dann auch aufmerksam geworden bei einem Besuch in Amerika, bei einem Freund, befreundeten Arzt, da stand eben draußen an der Tür: „Mobile-Verbot, und wenn Sie das nicht beachten, dann verweise ich Sie des Hauses.“ Das hat mir Mut gemacht, …

Moderator: Oh, ja cool!

Ulf Wiechel: … habe gesagt: Warum kann ich das nicht auch? Dann sind wir wiedergekommen und haben ein Mobile-Verbot ausgesprochen. Und siehe da, es hat funktioniert. Wir haben natürlich – als wir ankamen, gab es DECT-Telefone – die haben wir natürlich sofort entsorgt. Unsere gesamten Computeranlagen – da sind also keine Funkmäuse, keine Funktastaturen, weil, das sind auch alles Quellen, Bluetooth. Dann, unsere gesamten medizinischen Geräte sind alle ohne Bluetooth, sind alle mit Festverbindung. Das ist das, was wir direkt tun können! Ja. Dann haben wir natürlich auch die Außen Belastung. So, d.h. es gibt auch hier in der Region einen Sender, der alle versorgt, eine Station. Und dann müssen wir uns natürlich schützen, indem wir die Strahlenbelastung nicht ins Haus reinlassen.

Moderator: Gut, ja. Schauen wir uns das am besten später noch einmal an, die Maßnahmen.

Ulf Wiechel: Ja. Gerne.

Moderator: Petra, Dich wollte ich noch fragen: Was nimmst Du für Veränderungen wahr bei den Patienten, wenn sie zu Euch in eine funkstrahlenarme Umgebung kommen?

Dr. Petra Wiechel: Es sind ja Menschen, die teilweise mit einer sehr hohen Sensibilität kommen. Es sind Menschen, die gar nicht wissen, dass das in ihrem Leben ihnen wesentlich ihre Symptomatik verschlechtert hat und sie eigentlich uns immer wieder auch ein Feedback geben. Aber, was ganz Schönes und was ich eigentlich in der Regel ganz doll bedauere, ist, dass wir dem Körper gar nicht mehr vertrauen, dass er eigentlich all die Dinge sofort wieder ins Gleichgewicht selber bringt, wenn er dieser Belastung entlastet ist. Und das ist etwas, was wir ganz stark auch bei Patienten spüren, wenn sie hier sind.

Moderator: Ja …

Dr. Petra Wiechel: So, das will ich jetzt nicht irgendwo so verstehen wissen, dass jeder sofort hier sich wohlfühlt, aber zumindest startet man einen positiven Prozess. Und, wir sitzen hier in unserem wunderschönen Restaurant …

Moderator: Ja, es ist wirklich schön hier!

Dr. Petra Wiechel: … Wir haben hier auch eine hochbiologische Küche. Wir sind glutenfrei. Wir arbeiten ohne Kuhmilch, ohne Zucker. Es ist alles! Es ist jetzt nicht nur dieses funkfreie Hiersein, was dem Körper eine gewisse Regenerationskraft gibt, und die beobachten wir als ganz doll. Ganz doll wertvoll in einem Prozess, der ja hier stattfindet im Rahmen auch, ohne mir dessen auch überhaupt bewusst zu sein. Denn wieviel kann ich ja gar nicht mehr irgendwie wahrnehmen im Alltag. Was ist es denn jetzt eigentlich – Es ist ja immer alles!

Moderator: Ja, verstehe ich. Und was rätst Du dann den Patienten, wenn sie die Klinik wieder verlassen? Sagen wir jetzt mal in Bezug auf die Strahlenbelastung zu Hause, oder im Alltag? Und wir kann sich ein Mensch vor Strahlung schützen?

Dr. Petra Wiechel: Ich entscheide, wo ich lebe und wie ich lebe. Und, die Strahlenbelastung kann innere Entgleisung triggern und verstärken. Also heißt das für mich: Wo setze ich jetzt einfach an, indem ich da reduziere? D.h., ich kann über den freien Netzschalter – ich kann nachts meinen VLAN hundertprozentig ausschalten. So, dass sind doch Dinge, die kann ich doch für mich vielleicht umrüsten/nachrüsten und zu langen Gesprächen sagen: Du, wir telefonieren heute Abend im Festnetz. Also, dieses Handy entweder auszuschalten; dieses Handy auf Flugmodus zu machen; dieses Handy überhaupt nicht an meinem Körper zu tragen. Es in einer verpackten Box zu haben; es zu nutzen, wenn ich es brauche. Aber, um Gottes Willen, nicht hier in der Brusttasche! Bitte, um Gottes Willen, nicht hier auch an der Seite in Richtung der Hoden! Und, vor allen Dingen, so wenig wie möglich. In der Nacht mit einem Baldachin zu schlafen, wenn ich den Funkmasten vor meiner Nase habe, oder WLAN oben/unten.

Moderator: Gut. Dann noch zum Schluss eine letzte Frage an Euch beide: Was wünscht Ihr Euch denn noch für die Zukunft der Swiss Mountain Clinic?

Ulf Wiechel: Ja, was wünscht man sich? Also, natürlich wünscht man sich, dass wir wirtschaftlich so gedeihen, dass wir auch einen guten Hintergrund haben, dass wir die Klinik die nächsten Jahre weiterentwickeln können, dass wir in der Zukunft vielleicht von den Krankenkassen mehr Anerkennung bekommen – von der Schweiz vor allen Dingen. Weil, die ausländischen Patienten wissen natürlich, dass sie die Leistungen privat bezahlen müssen. Bei den Schweizer Patienten tut es mir oft weh, wenn ich dann lese, dass die Leistungen nicht anerkannt werden und man sich darum drückt. Ja, das wäre so mein Ziel, oder mein Wunsch einfach.

Moderator: Ja.

Dr. Petra Wiechel: Ja, ich wünsche mir, dass es immer mehr sich so zu einem Ort entwickelt, der gar nicht mal für Menschen da ist, die krank sind, sondern ich will vielmehr mir wünschen, jemand zu sein, der sie bewahrt.

Moderator: Also auch, dass gesunde Leute kommen?

Dr. Petra Wiechel: Natürlich. Also diesen Bewahrungsgedanken, nicht morgen in etwas leise zu schlittern, nur weil ich in meinem Wissen, in meinem Unbewussten handle und gar nicht die Gefahr erkenne. Und Vorsorge ist ja nicht Prävention, sondern Vorsorge ist Fürsorge. Und Fürsorge braucht Wissen. Und das wäre mein Riesenwunsch, weil, die nächste Generation steht bereits hinter uns, dass das Projekt sich auch fortführt. Und es wird immer irgendwo auch ein kleiner Ort bleiben, der – sag ich mal – auch ein sehr direktes und inniges Verhältnis mit diesen Patienten leben lässt, damit jeder auch weiß: Er ist niemals Opfer, Opfer seiner Krankheit, Opfer seiner Zeit, Opfer seines Lebens, sondern er hat es zu jeder Zeit und zu jeder Stunde in der Hand, etwas zu tun und zu verändern. Und das darf er lernen.

Moderator: Schön! Ja, dann danke ich Euch sehr fürs Interview.

Ulf Wiechel: Gerne.

Moderator: Wir wünschen Euch ganz viel Erfolg für Euer Projekt Swiss Mountain Clinic und man spürt wirklich Euer Herz bei der Sache. Vielen Dank.

Ulf Wiechel: Dankeschön.

Dr. Petra Wiechel: Danke.

Ulf Wiechel: Wollen wir dann noch gucken. Ich wollt euch schon ein bisschen zeigen …

Moderator: Ja, gerne! Schauen wir uns das an. Rundgang: Ulf Wiechel: Okay. Hier stehen wir jetzt vor unserer „Funkloch-Kabine“, sag ich immer. Und dann gehen wir hier rein …

Moderator: Da bin ich aber jetzt gespannt!

Ulf Wiechel: … genau! Und dann schließe ich auch die Tür. Und vorher habe ich natürlich alle Patienten aufgefordert, letztmalig ihr Handy auszumachen. Und, falls sie es noch dabeihaben – also, die meisten haben es noch nicht. Der eine guckt da nochmal und weiß, dass er erwischt worden ist … – Und es ist auch so, dass, wenn sie hier reinkommen, man spürt die Stille dieses Raumes. Wir haben sämtliche Stromleitungen deaktiviert hier. Es gibt also nur 12 Volt Linien und kein Elektro-Smog, keine Strahlung. Und, wir haben diesen Raum abgeschirmt mit Metall-Tapete, komplett einmal die Wände, die Decke durch – diese müssen natürlich geerdet werden – und haben dann nochmal Karbon-Tapete raufgegeben. So, dass wir hier im Grunde genommen einen Faraday’schen Käfig gebaut haben und den die Patienten jetzt nutzen können. Das ist auch der Hinweis an die Patienten, dass man sich schützen kann, ja! Wir wollen den Patienten zeigen, wir wollen nicht sagen: Schmeiß dein Handy weg! Wir wollen ihm sagen: Nutze dein Handy dann, wenn du es brauchts! Wir kommen jetzt hier in dem neugestalteten therapeutischen, medizinischen Bereich. Und wir haben uns erweitert. Hier sieht man schon zentral – wir haben also sämtliche Lichtgestaltung hier mit 12 Volt Leitungen gemacht. Wir haben den Trafo, damit er nicht stört, im Elektroinstallationsraum. Wir haben sämtliche anderen Kabeln mit abgeschirmten Kabeln. Das sind Lehmputz-Wände. Der Untergrund ist hier Beton.

Dort haben wir in mehreren Schichten 3.5 bis 4 cm Lehmputz aufgebracht. Das ist Lehm angereichert mit fermentiertem Karbon, mit Spänen, Hanfpflanzen, dann Arven Späne und mit Porzellankeramik. Damit entsteht ja ein eigenes Mikroklima. Wir benötigen also keine Klimaanlage. Wir benötigen hier keine Heizung, weil es ist sowohl feuchtigkeitsregulierend, wärmeregulierend, es ist antistatisch. Es ist also genial, ja.

Moderator: Sehr gut.

Ulf Wiechel: Dann haben wir hier den neuen Behandlungsraum. Wir haben jeden Arbeitsplatz mit einer eigenen Internetsteckdose vernetzt.

Moderator: Ja. Ulf Wiechel: Jeder Arbeitsplatz hat ein eigenes Licht. Und wir haben vor drei oder vier Jahren investiert mit der Swisscom. Wir haben ein eigenes Glasfaserkabel von Grono bis zu uns installieren lassen. Moderator: Okay!

Ulf Wiechel: Das war auch eine sehr hohe Investition. Aber, wir mussten wegkommen vom WLAN. Wir mussten wegkommen von Satellitenempfang für Internet. Wir brauchen Internet, schnelles Internet. Wir haben ein internationales Publikum. Und da haben wir uns entschieden, dass wir alle Zimmer mit Glasfaserkabel ausrüsten. Also, das sind drei zertifizierte Null-Elektrosmog-Zimmer.

Moderator: Wow …

Ulf Wiechel: Wir haben jetzt hier, also praktisch an jedem Bett in diesen Zimmern haben wir hier ein Netzwerkabkoppler, und schon ist das gesamte Licht, die gesamte Stromzufuhr im Zimmer erledigt. Und der Patient ist dann hier komplett auch mit Niederfrequenzen nicht mehr belastet. Also, wir haben keine Hochfrequenzen und keine Niederfrequenzen. Und auch diese Zimmer sind letztendlich hier jetzt komplett mit einer Metalltapete, – die muss man natürlich dann übertapezieren oder anstreichen, weil die ist dann einfach nicht schön – die auch geerdet ist. Diese Zimmer haben hier komplett Abschirmvorhänge. Das sind Silbervorhänge, die einen Silberfaden drin haben und die auch geerdet sind. So, und damit ist hier eigentlich der hundertprozentige Schutz gegeben. Auf dieser Seite haben wir – das haben wir in allen anderen Zimmern auch – weil in den Zimmern, die nicht hundertprozentig abgeschirmt sind, haben wir aber eine Karbontapete auf der Westseite des Hauses geklebt, doppelt geklebt, damit auch die Nähte überlappt sind und weil der Sender, der Funksender kommt von West. Und damit ist also praktisch dauernd eine Störung. Wir unterbrechen den Empfang und die Patienten haben da also praktisch dann auch in den anderen Zimmern eine stark reduzierte Elektrosmogbelastung. Die Patienten fragen mich natürlich immer wieder: „Wie kann ich mich zu Hause schützen?“ Dieser Baldachin tut mich einhundertprozentig schützen.

Moderator: Wow …

Ulf Wiechel: So, dann bin ich also in meiner Regenerationsphase – im Schlaf, in der wichtigsten Phase des Tages eigentlich – bin ich dann hundertprozentig geschützt. Und das ist auch etwas, was man in den Koffer packen kann und was man mitnehmen kann.

Moderator: Stimmt.

Ulf Wiechel: Genau. Ja, das sind so unsere Maßnahmen: Glasfaserkabel, WLAN-Stopp, Mobile-Verbot.

Moderator: Keine Handys.

Ulf Wiechel: Keine Handys, genau. Ja, ich denke, das ist das, was man tun kann. Wenn man bewusst ist, dann macht man das halt einfach.

Moderator: Vielen Dank für diese Führung, war wirklich spannend und interessant.

Ulf Wiechel: Ja, Danke! Gerne.

Moderator: Danke Dir!